Prolog



Soviel zu dem Thema.

Im August 2004 begleitete ich meine Tatenpampe nach Potsdam. Sie hatte dort eine Harzt-IV-Weiterbildung und wollte mir mal Potsdam und natürlich auch Berlin zeigen. Ich durfte noch eine Freundin mitnehmen und entschied mich für die Krücke. Ich hatte mich schon 2003 mit ihr angefreundet (rechtes Knie) und unsere Beziehung festigte sich ein Jahr darauf (linkes Knie). Mittlerweile ist sie sogar bei uns eingezogen, im Keller. Falls sie mal wieder gebraucht werden sollte.

In Wirklichkeit lebe ich auf dem Land, oder sagen wir Dorf. B. hat sogar noch einen innerörtlichen Bauernhof, aber es sind nur 10km bis Legoland.

Potsdam war noch vergleichsweise flach. Groß, ja (ich schaffte es sogar, nach der Stadtrundfahrt an der Endstation der Straßenbahnlinie zu landen [mit Krücke!] und wunderte mich noch über mich selbst, dass ich nicht in Panik geriet, sondern einfach in die Gegenrichtung zurück fuhr!), aber eher flach. Steigt man also im flachen Potsdam in die U-Bahn und kommt dann Berlin Friedrichstraße wieder an die Oberfläche (Treppe - mit Krücke!), kann einen das als gehandycaptes Landei wie mich im ersten Moment ziemlich erschlagen. Damals fand ich Berlin zwar interessant, war aber dann doch nicht überschwänglich begeistert.

Der Besuch der Oberstufe eines Mädchengymnasiums kann schon die eine oder andere Studienfahrt mit sich bringen. Ich hatte also die Chance auf ein zweites Mal Berlin. Und siehe da: volljährig und im Besitz aller normalen Körperfunktionen gefällt Berlin doch schon wesentlich besser!

Die Erlebnisse, die ich hier schildere, sind also die Verarbeitung der dreitägigen Studienfahrt in die Hauptstadt Ende September 2007. Immer in Bezug auf meine ersten Berlin-Erfahrungen und auf die Tatsache, dass ich die Einträge erst nach der Fahrt über mehrere Tage verteilt verfasst habe, zu lesen.

Lehrer und Reiseführer kürze ich zu ihrer eigenen Sicherheit :] ab. G. lässt sich am besten mit Geschichtslehrerin übersetzen.


PS: Dieser Blog entstand in einem Anflug von Reise-Tagebuch-Schreib-Lust, in dessen Tradition auch mein Südafrika-Tagebuch geboren wurde und demnächst vielleicht noch Rom, Polen und eventuell Dresden und Hamburg folgen.
Was das Landei innerhalb seiner Kaff- und Lebensgrenzen tut, lässt sich unter seinem DecknamenSachensucherin nachlesen.

5.10.07 18:09

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